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13. Oktober 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Seelsorge zwischen Pfarrhaus und Instagram

Rund 84.000 Menschen folgen der ostfriesischen Pastorin Ina Jäckel auf Instagram. In ihrem Pfarrhaus verbindet die vierfache Mutter Gemeindearbeit, digitale Seelsorge und Familienalltag. Darüber berichtet sie nun in ihrem ersten Buch „Der Sinn wohnt neben dem Chaos“.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zur neuen Verständigungsorte-Studie...

…an Daniel Hörsch. Im Interview spricht Daniel Hörsch, Sozialwissenschaftlicher Referent bei midi und Autor der Studie, über überraschende Befunde, die Grenzen vermeintlich klarer gesellschaftlicher Lager und die Frage, was Kirche und Diakonie konkret für gelingende Verständigung tun können.

Herr Hörsch, was zeigte die erste Verständigungsorte-Studie im vergangenen Jahr – und was blieb damals noch verborgen? Was haben Sie durch die neue Auswertung entdeckt?

Daniel Hörsch: Die erste Studie aus dem Februar 2025 hat vor allem eine Stimmung sichtbar gemacht. 82 Prozent der Befragten hielten die Gesellschaft für gespalten, 70 Prozent fanden die öffentliche Debatte weniger sachlich als früher und 59 Prozent mieden bestimmte Themen im eigenen Umfeld, um Streit zu vermeiden. Diese Zahlen beschrieben ein Gefühl, sie sagten aber nicht, worin die Spaltung eigentlich besteht und wo sie verläuft. Genau das blieb verborgen, nämlich die innere Ordnung hinter den Einzelbefunden. Für die neue Auswertung hat midi tiefer nach dieser Struktur gefragt. Sichtbar wurden vier annähernd gleich große Grundhaltungen.

Sie unterscheiden vier Grundhaltungen: die Vertrauensvoll Wachsamen, die Progressiven Gerechtigkeitskritiker, die enttäuschten Ungehörten und die rundum Verunsicherten. Was unterscheidet diese vier Gruppen – und was haben sie gemeinsam?

Hörsch: Die vier Grundhaltungen ordnen sich entlang von drei Achsen, nämlich dem Demokratievertrauen samt kultureller Bedrohungswahrnehmung, der Gerechtigkeitswahrnehmung und der Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Vertrauensvoll Wachsamen mit 27,9 Prozent sind demokratiezufrieden, sehen soziale Unterschiede eher als gerecht und haben die höchste Lebenszufriedenheit. Die Progressiven Gerechtigkeitskritiker mit 24,2 Prozent sind ebenfalls demokratiezufrieden, zugleich aber am schärfsten gerechtigkeitskritisch, jung und säkular. Die Enttäuschten Ungehörten mit 24,1 Prozent sind demokratieunzufrieden, thematisch auf Migration fokussiert, eher männlich geprägt und im Osten überrepräsentiert. Die Rundum Verunsicherten mit 23,9 Prozent sind ebenfalls demokratieunzufrieden, aber diffus um alles besorgt, eher weiblich geprägt und parteipolitisch heimatlos. Gemeinsam ist den vier Gruppen ein Klima der Vorsicht. Geteilt wird zudem die Erfahrung, dass es dem eigenen Leben meist gut geht, während der Blick auf das Land düster ausfällt.

Wenn diese vier Grundhaltungen aufeinandertreffen: Was braucht es, damit aus Konfrontation tatsächlich Verständigung werden kann? Und wie können wir unseren Horizont weiten, um andere Sichtweisen besser zu verstehen?

Hörsch: Entscheidend ist, dass die Form mindestens so wichtig ist wie der Inhalt. Über alle vier Grundhaltungen hinweg nennen die Befragten zuerst eine neutrale Moderation mit 77,9 Prozent und klare Kommunikationsregeln mit 72,4 Prozent, erst danach folgen Fakten und Expertenwissen mit 64,8 Prozent. Verständigung beginnt also nicht mit dem richtigen Argument, sondern mit einem glaubwürdigen Raum. Ein guter Einstieg liegt zudem weniger bei den großen Streitfragen als beim Umgang miteinander, denn die Sorge um die Verrohung wird breit geteilt und erzeugt kaum Ärger. Die Methodik der #Verständigungsorte-Startbox setzt hier an. Sie stellt das Erzählen persönlicher Geschichten vor das Austauschen von Meinungen und fragt „Was ist deine Geschichte?“. Wer von der eigenen Erfahrung erzählt und der Erfahrung anderer zuhört, weitet den eigenen Horizont, ohne sich sofort in Positionen zu verschanzen.

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Schaufenster

Neuer Sprecher des Diakonie-Vorstandes

Rainer Müller-Brandes ist am 7. Oktober vom Aufsichtsrat zum neuen Vorstandssprecher des Diakonischen Werkes evangelischer Kirchen in Niedersachsen gewählt worden. Gleichzeitig ist der neue Vorstandssprecher auch Mitglied des Kollegiums des Landeskirchenamtes der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und wird dort die Abteilung 5 „Diakonie und Kindertagesstätten“ leiten.

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Ahoi: Tauffest im Heide Park

Am Sonntag, 20. September, feierten knapp 200 Menschen einen gemeinsamen Piratengottesdienst in der Piratenarena des Heide Park Resorts. Im Anschluss ließen sich 17 Kinder, Jugendliche und Erwachsene taufen – am See mit Blick auf die großen Achterbahnen oder sogar während einer Fahrt in der Wasserattraktion ToPiLauLa-Schlacht.

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Gratulation an Buchpreisträgerin

Landesbischof Ralf Meister gratuliert der Autorin Shida Bazyar zur Verleihung des Deutschen Buchpreises 2026 für ihren Roman „Die Lücken“. Der Preis wurde ihr auf der Buchmesse in Frankfurt am Main verliehen. Bereits 2016 hatte die Landeskirche Hannovers Bazyar für ihren Debütroman „Nachts ist es leise in Teheran“ mit dem Kulturförderpreis der Landeskirche ausgezeichnet.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

13. Oktober, 19 Uhr, online

Bereit sein: gemeinsam auf Ernstfälle vorbereiten

Zum Tag der Katastrophenvorsorge zeigt die Diakonie Katastrophenhilfe in einer Online-Veranstaltung, wie man sich auf Katastrophen in Deutschland vorbereiten kann. Es werden Einblicke in die Arbeit der Diakonie Katastrophenhilfe und ihre Partner gegeben.

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18. Oktober, Möbel-Heinrich-Bühne, Landesgartenschau Bad Nenndorf

Wenn 173 Tage Blumen und Begegnungen enden …

Zum Abschluss der Landesgartenschau in Bad Nenndorf findet ein Gottesdienst statt. Gemeinsam wird zurückgeblickt, gedankt, geklagt, erinnert, bewahrt und Ausschau gehalten. Die Predigt hält Pastorin Anja Sievers.

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8. Dezember, 18 bis 19.30 Uhr, online

EEB begleitet Sehnsucht nach Spiritualität

Immer mehr Menschen spüren ein starkes Bedürfnis nach individueller Spiritualität und Sinnstiftung. Um sich in der Welt zu verorten, greifen viele auf Praktiken unterschiedlichster Kulturen zurück. Welchen Stellenwert diese Suche hat und welche gesellschaftlichen sowie politischen Dimensionen mit ihr einhergehen, wird in der kostenfreien Onlineveranstaltung der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) diskutiert. 

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