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22. September 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Kultusministerin weiht Ganztagsgebäude ein

Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (links) war in der Evangelischen Grundschule Waldschule Eichelkamp in Wolfsburg zu Gast, um ein neues Ganztagsgebäude einzuweihen und mit Schülerinnen und Schülern einen Birnbaum zu pflanzen. Die Schule hatte ihr ehemaliges Hausmeisterhaus mit Fördermitteln des Landes umgebaut.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zu Kirche und KI-Nutzung...

…an Holger Sievert. Der Professor für Kommunikationsmanagement an der Macromedia Hochschule Köln hat im Mai eine Studie zur Digitalisierung im Raum der Kirchen veröffentlicht. Für die Studie wurden mehr als 7.000 kirchliche Mitarbeitende und Mitglieder aller Konfessionen befragt.

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Herr Professor Sievert, künstliche Intelligenz gewinnt in Kirchengemeinden laut ihrer Studie zunehmend an Bedeutung. Zugleich wurden fehlende ethische Leitlinien bemängelt. Was sollten die Kirchen bei der Entwicklung von ethischen Leitlinien beachten?

Professor Holger Sievert: Die Kirchen haben hier eine ganz besondere Verantwortung und Herausforderung. Einerseits müssen sie sicherstellen, dass sie sich dieser neuen Technologie kompetent bedienen, um weiterhin eine wichtige und wahrnehmbare Stimme zu sein. Andererseits sind sie auf Grund ihres eigenen ethischen Anspruchs besonders gefordert, hohe Standards zu setzen und zu beachten. Für alle Anwendungsgebiete sollte gelten, dass der Mensch immer die letzte Kontrolle und die Verantwortung behält. Das fordern auch die Befragten. Wir müssen zugleich aufpassen, dass wir durch zu starre Verbote keine Schatten-KI erzeugen. Fast jeder fünfte hauptberuflich Mitarbeitende gibt in unserer Studie an, gewisse KI-Tools selbst bei einem Verbot einfach heimlich weiterzunutzen.

Wo könnte aus Ihrer Sicht KI im Pfarramt hilfreich sein und stärker genutzt werden?

Sievert: Das größte Potenzial im Pfarramt sehe ich ganz pragmatisch in der spürbaren Entlastung von der kirchlichen Bürokratie und Verwaltung. Ob es um das Verfassen von Protokollen, das Entwerfen von Gemeindebriefen, das Formulieren von Social-Media-Posts auf Instagram oder um alltägliche organisatorische E-Mails geht, kann KI den Mitarbeitenden massiv Zeit einsparen. Das ist Zeit, die vor allem für die echte, leibhaftige Beziehungsarbeit und die Seelsorge am Menschen bleibt. Was das Thema Predigt angeht, so ist KI als theologische Inspirationsquelle, zur Strukturierung von ersten Gedanken oder zur historischen Faktenrecherche ein hervorragender Sparringspartner. Das Verfassen der eigentlichen Predigt sollte meiner Ansicht nach aber nicht an Maschinen delegiert werden. Eine gelungene Predigt lebt vom Zeugnis des eigenen Glaubens, von der existenziellen Betroffenheit der predigenden Person und dem ganz konkreten, aktuellen Bezug zur Gemeinde vor Ort. Das kann keine Software simulieren.

Wo sind weitere Grenzen beim Einsatz von KI?

Sievert: Laut unserer Studie wünschen sich die Befragten, dass digitale Seelsorgeangebote grundsätzlich verfügbar sein sollten, automatisierte Chatbots in der direkten Seelsorge lehnen sie aber ab. Das eigentliche seelsorgliche Gespräch wird von vielen offenbar als eine unverfügbare, rein menschliche Begegnungszone gesehen. Wobei man ja durchaus diskutieren kann, dass die Seelsorge suchenden Menschen mit hoher digitaler Affinität sich halt aktuell ohnehin von ChatGPT, Gemini, Claude &. Co. in Lebensfragen beraten lassen. Das wiederum kann man eigentlich noch weniger wollen, wenn man weiß, wie diese Systeme funktionieren und welche Strukturen dahinterstecken. Persönlich denke ich, dass Kirche durchaus entsprechende, gut und kompetent gemachte Angebote für einen möglichst barrierefreien Erstzugang entwickeln sollte, um dann zu einem geeigneten Zeitpunkt zusätzlich den Kontakt zu einer „echten“ seelsorgenden Person anzubieten. Ansätze dazu gibt es.

Schaufenster

Kita in Wolfsburg nach Explosion eingestürzt

Nach der Explosion und fast vollständigen Zerstörung des Wolfsburger Martin-Luther-Kinder- und Familienzentrums sucht der Kirchenkreis nach Lösungen für die betroffenen Familien. Menschen sind bei dem Vorfall nicht zu Schaden gekommen, die Ursache für das Unglück steht noch nicht fest. 88 Kinder müssen nun anderweitig untergebracht werden.

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Praxistag über „Schätze des Gottesdienstes“

Rund 70 Menschen sind zum Gottesdienst-Praxistag nach Hameln gekommen, eingeladen von der Liturgischen Konferenz Niedersachsens und der Lektoren- und Prädikantenarbeit im Sprengel Hildesheim-Göttingen. Im 500. Jahr von Martin Luthers „Deutscher Messe“ suchten die Teilnehmenden nach den „Schätzen des evangelischen Gottesdienstes“.

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Premiere beim Kirchentag: Wer möchte mitsingen?

Alle Menschen mit Freude am Singen sind eingeladen, auf dem Kirchentag in Düsseldorf am 8. Mai 2027 bei der Nacht der 1.000 Stimmen mitzumachen. Geplant ist ein großes Konzert, das die Sängerinnen und Sänger unter der Leitung von Timo Böcking und Martin Buchholz, begleitet von einer zehnköpfigen Band sowie Solisten, gemeinsam gestalten werden. Die Anmeldung zu diesem Event ist bereits möglich.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

Mittwoch, 30. September, Göttingen und andernorts

Bundesweiter Aktionstag: Graffitis gegen Glückspielsucht

Der bundesweite Aktionstag gegen Glücksspielsucht steht in diesem Jahr unter dem Motto „Suchtmittel Glücksspiel – Massive Werbung, wenig Schutz!“. Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention der Diakonie Göttingen-Münden beteiligt sich mit einer Aktion in der Göttinger Innenstadt. Dort werden temporäre Graffitis aufgesprüht: Sprechblasen, die auf das Thema aufmerksam machen.

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Freitag, 9. Oktober, 20 Uhr, Jugendkirche Hannover

Szenencollage über Angst von Theater Linsensuppe

Was verbindet eine Ballett-Tänzerin, die erbittert gegen ihren inneren Kritiker kämpft, einen alternden Teeniestar und eine erfolgreiche Influencerin? Es ist das universelle, menschliche Gefühl der Angst. Das junge Hannoveraner Ensemble Theater Linsensuppe bringt mit „KEINE ANGST – Deine Angst“ ein hochaktuelles, tragikomisches Bühnenwerk in die Jugendkirche Hannover.

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11./18./25. Oktober, jeweils 17 Uhr, St. Nicolai Alfeld

Alfelder Orgelherbst: Drei außergewöhnliche Klangwelten

Drei Sonntage, drei ungewöhnliche Besetzungen und eine musikalische Reise durch Europa: Der diesjährige Alfelder Orgelherbst, organisiert von Kirchenkreiskantor Tobias Langwisch, verspricht im Oktober besondere Konzerterlebnisse. Im Mittelpunkt steht die Orgel – allerdings immer als Partnerin überraschender Instrumente und Stimmen.

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