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01. September 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Konvent zur Zukunft der Kirchenmusik

„Zukunft gestalten – Kirchenmusik in Transformation“ – unter diesem Leitgedanken kommen am 1. und 2. September alle hauptberuflichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers zu einem Generalkonvent im Michaeliskloster in Hildesheim zusammen. Mit dabei ist am ersten Abend des Treffens auch Landesbischof Ralf Meister.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zu politischer Polarisierung...

...an Regionalbischöfin Marianne Gorka. Der Sprengel Lüneburg lädt gemeinsam mit den Kirchenkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen zur Fachtagung „Haltung zeigen. Bündnisse stärken. Kirche in Zeiten von Rechtsextremismus und politischer Polarisierung“ am Samstag, 26. September, in Hitzacker ein.

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Warum braucht es gerade jetzt einen Fachtag zu Rechtsextremismus und politischer Polarisierung?

Marianne Gorka: Weil wir merken, dass gesellschaftliche Spannungen und Polarisierungen auch vor unseren Kirchentüren nicht haltmachen. Gemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen stehen vor ganz konkreten Fragen: Wie gehen wir mit menschenfeindlichen Positionen um? Wo ziehen wir Grenzen? Und wie bleiben wir zugleich ansprechbar und dialogfähig? Wir wollen diese Fragen nicht abstrakt diskutieren, sondern Erfahrungen teilen, Dilemmata sichtbar machen und ganz praktisch schauen: Was hilft uns im Alltag? Der Fachtag soll Mut machen, Orientierung geben und Menschen miteinander ins Gespräch bringen über ihre Fragen, aber auch über Unterstützungsangebote und gute Erfahrungen, die es ja auch gibt.

Sie haben den Fachtag mit „Haltung zeigen. Bündnisse stärken.“ überschrieben. Was bedeutet Haltung zeigen für Sie?

Gorka: Haltung zu zeigen heißt für mich zunächst, klar für die Würde jedes Menschen und für unsere Demokratie einzustehen. Sie basiert auf einer vor allem freiheitlich-demokratischen Grundordung, die uns nicht verloren gehen darf. Wenn dagegen aber menschenfeindliche oder rechtsextreme Positionen lauter werden, dürfen wir nicht schweigen. Gleichzeitig bedeutet Haltung nicht, dass wir jede Auseinandersetzung abbrechen. Im Gegenteil: Wir müssen genau hinsehen, widersprechen, wo Grenzen überschritten werden, und trotzdem im Gespräch bleiben, wo das möglich ist. Und manchmal bedeutet Haltung auch, sich aus der schweigenden Masse herauszuwagen und deutlich zu sagen: Hier machen wir nicht mit.

Warum ist es Ihnen wichtig, dabei so stark auf Bündnisse und Vernetzung zu setzen?

Gorka: Wir können diese Herausforderungen nicht allein bewältigen und müssen es auch nicht. Es gibt überall Menschen und Initiativen, die sich für Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren. Der Fachtag bringt ganz unterschiedliche Perspektiven zusammen – aus Kirche, Politik und Zivilgesellschaft. Ich wünsche mir, dass daraus konkrete Verbindungen entstehen, dass wir voneinander lernen, uns gegenseitig stärken und auch nach dem Fachtag wissen, wen wir ansprechen können, wenn es schwierig wird. Gerade mit Blick auf die kommenden Kommunal- und Landtagswahlen möchten wir zeigen: der Schutz unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Die bewältigen wir am besten gemeinsam. Dafür ist es wichtig, dass wir uns jetzt zusammen gut aufstellen.

Schaufenster

Gedanken zum Antikriegstag

Künstliche Intelligenz, Tech-Milliardäre und die fortschreitende Automatisierung des Schlachtfelds verändern das Wesen moderner Konflikte radikal. Zum Antikriegstag am 1. September beleuchtet Felix Paul, Beauftragter für Friedensfragen der Landeskirche Hannovers, die bedrohliche Entwicklung der militärischen Aufrüstung, bei der moralische Grenzen zunehmend verschwimmen und die Grenze zwischen Mensch und Maschine im Krieg neu gezogen wird.

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Fachgespräch zu spiritueller Gewalt

Unter dem Titel „Scheinheilig. Spiritueller Missbrauch – Herausforderung für die Kirche im Umgang mit Macht“ trafen sich 28 Teilnehmende aus verschiedenen Landeskirchen, Professionen und Konfessionen auf Einladung der Evangelischen Agentur zu einem Fachgespräch in Hildesheim. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, die gemeinsame Reflexion sowie die Vernetzung derjenigen, die mit dem Thema spiritueller Missbrauch beziehungsweise spiritualisierter Gewalt befasst sind.

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Spenden für Opfer der Sturzflut in Nepal

Nach der verheerenden Sturzflut am Mittwoch in Nepal steigt die Zahl der Opfer und Vermissten. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt Partnern der ACT Alliance, dem weltweit größten kirchlichen Netzwerk für humanitäre Hilfe, finanzielle Mittel für Soforthilfe bereit und ruft dafür zu Spenden auf: Diakonie Katastrophenhilfe, IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02, Stichwort: Nothilfe Nepal.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

6. September, 18 Uhr, Gedenkstätte Lager Sandbostel

„Verbündet euch!“ – Gottesdienst am Wahlabend

Am Sonntag der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und eine Woche vor den Kommunalwahlen in Niedersachsen lädt die Gedenkstätte Lager Sandbostel zu einem gut:jetzt-Gottesdienst in die historische Lagerküche ein. Zu Beginn können Teilnehmende gemeinsam die Hochrechnung ab 18 Uhr verfolgen und dann zum Thema „Verbündet euch!“ ins Gespräch kommen.

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3. September, 19 Uhr, Matthäuskirche Osnabrück

„Kirche im Aufbruch“: Kabarett mit „heyl&segen“

Die Evangelisch-lutherische Gesamtkirchengemeinde An der Nette lädt in den Gemeindesaal der Matthäuskirche zu einem Kabarettabend ein. Unter dem Titel „Kirche im Aufbruch" nehmen Hartmut Heyl und die Gruppe „heyl&segen“ den kirchlichen Reformbetrieb aufs Korn – mit Szenen, Wortwitz und Musik. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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17. September, 18 Uhr, Katholische Akademie Hannover

Filmabend über Menschen auf Europas Feldern

Wer erntet die Lebensmittel für unsere Supermärkte? Mehr als eine Million Migrantinnen und Migranten arbeiten auf Europas Feldern. Ein eindrucksvoller Dokumentarfilm aus dem Jahr 2024 zeigt ihre Lebens- und Arbeitsverhältnisse und wirft einen Blick hinter die Kulissen der Lebensmittelproduktion. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit, mit lokalen Akteuren und Organisationen ins Gespräch zu kommen.

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