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25. August 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Gartenkirche Lüneburg – Glaube neu erzählt

Die Corona-Pandemie war der Auslöser – aus einem Gemeindegarten wurde die Gartenkirche. Inzwischen ist der Ort aus der Lüneburger St.-Michaelis-Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Er lockt auch und gerade Menschen an, denen die Kirche zu eng ist. Pastor Stephan Jacob hat einen überraschenden Ort für Glauben, Gemeinschaft und Gegenwart geschaffen.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zur Orgel-Faszination...

...an Johanna Gröhn Veit. Sie ist als Kirchenmusikerin und Kantorin in zahlreichen Gemeinden inner- und außerhalb der Landeskirche tätig. Außerdem wirkt sie als Solo- und Ensemblesängerin mit in der Kölner Akademie für Alte Musik, dem Norddeutschen Kammerchor, dem Norddeutschen Figuralchor und der Rheinischen Kantorei. Jetzt ist sie festes Mitglied des Calmus Ensembles in Leipzig. Zuletzt unterstützte sie das Jugend-Orgelforum.

Frau Gröhn Veit, wie kamen Sie zur Orgel?

Johanna Gröhn Veit: Da ich in Stade aufgewachsen bin, hat mich Annegret Schönbeck zu Jugend-Orgelkursen eingeladen. „Alte Orgeln für junge Menschen“, hieß es. Dort konnten wir das Instrument kennenlernen, durften auch selber spielen. Was ja bei so historischen Instrumenten nicht selbstverständlich ist, dass man den Kindern das Vertrauen schenkt, dass sie da ran dürfen. Dadurch, dass ich ein bisschen Klavier gespielt habe, war der Übergang ziemlich cool. Das Pedal kam noch dazu und es war eine ganz andere Art, die Tasten zu bedienen, aber einen gewissen Bezug zu Tasteninstrumenten hatte ich ja schon. Dann habe ich bei Annegret Unterricht genommen und bin dann auch glücklicherweise dabei geblieben. 

Ist bei Ihnen die Orgel oder die Stimme das erste Instrument und wann haben Sie sich dazu entschieden, beides zu Ihrem Beruf zu machen?

Gröhn Veit: Die Orgel und das Singen gehören für mich auf jeden Fall zusammen. Es ist ja jetzt nicht so, dass das zwei komplett verschiedene Welten sind. Ich profitiere als Sängerin davon, dass ich Organistin bin, und ich profitiere als Organistin davon, dass ich auch singe. Da ich in einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen bin, gehörte das Singen von Anfang an dazu, die Orgel kam später. Dass das Singen die Profession wird, mit der ich jetzt hauptberuflich mein Geld verdiene, das war anfangs eigentlich nicht so klar, das hat sich jetzt so ergeben. Die Entscheidung zur Musik traf ich während des Abis, wo man sich ja überlegen musste: „Was mache ich danach?“ Ich hatte den Gedanken: Wenn ich Kirchenmusik mache, dann kann ich alles machen, was ich jetzt gerne mache, also singen im Chor, Chöre leiten, Orgel spielen, Konzerte konzipieren, eigener Chef im eigenen Spielplan sein und nach Möglichkeit eine Gemeinde zu haben, in der man sich gegenseitig inspirieren kann. 

Was macht das Orgelspielen für Sie so besonders?

Gröhn Veit: Jedes Instrument gibt es nur einmal. Daher muss man sich damit beschäftigen. Man lernt das Instrument kennen und es zeigt einem, was gut funktioniert. Bei Stücken, die man vielleicht schon mal ganz anders eingerichtet hat und dachte: ‚So passt es gut zu mir‘, merkt man am Instrument: ‚Wir arbeiten zusammen, hier passt es ganz anders.‘ Es ist ein wenig, als würde man sich frisch verlieben. So wird die Orgel, an der man gerade arbeitet, meist auch zur aktuellen Lieblingsorgel. Es gibt natürlich auch Orgeln, da macht man einfach seinen Dienst, weil der Funke irgendwie nicht überspringt. Dann macht man dann das Beste draus, aber am schönsten ist es, wenn man beflügelt wird.

Vom 26. September bis 9. Oktober ist wieder Orgelentdeckerzeit! Landeskirchenweit laden Kirchenmusizierende bei den 11. Orgelentdeckertagen zu besonderen Konzertformaten, Orgelführungen, Workshops, musikalischen Gottesdiensten und Offenen Orgelbänken ein: www.orgelentdecker.de.

Schaufenster

AfD: Versuch der Normalität

In Niedersachsen wirbt die AfD mit Plakaten, die Kandidaten vor Kirchen zeigen. Demokratieforscher Alexander Hensel (Foto) zufolge will sich die Partei damit als Teil der örtlichen Gemeinschaft inszenieren – entgegen der Einstufung als rechtsextremistisch. Die Landeskirche empfiehlt ihren Kirchengemeinden, sich von der Verwendung kirchlicher Fotomotive durch die AfD zu distanzieren.

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Multiprofessionelle Teams als Chance

Die Personalchefin der hannoverschen Landeskirche, Nicola Wendebourg, wünscht sich in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen weniger Pastorenzentrierung und mehr multiprofessionelle Zusammenarbeit. Es bedürfe eines gleichberechtigten Miteinanders unterschiedlicher Berufsgruppen.

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Schülerwettbewerb „Kirchen(t)räume"

Der Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld startet einen Kreativwettbewerb für Schülerinnen und Schüler aller Schulformen. Unter dem Titel „Kirchen(t)räume“ sollen Gruppen ihre Vision von Kirche entwickeln und künstlerisch umsetzen. Einsendeschluss ist der 15. November. Eine Jury aus Kirche und Schule will die mit bis zu 300 Euro dotierten Preise in drei Altersgruppen im Dezember vergeben.

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EKD-Info-Service mit neuen Zeiten

Der Info-Service der evangelischen Kirche ist als gesamtkirchliches Serviceangebot bekannt und in den kirchlichen Strukturen gut vernetzt. Der Service ist jetzt zu leicht reduzierten Zeiten telefonisch erreichbar: am Montag von 9 bis 18 Uhr, dienstags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 14 Uhr. Die bundesweit kostenlose Rufnummer 0800-50 40 60 2 sowie die E-Mail-Adresse info@ekd.de bleiben unverändert bestehen.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

30. August, 18 Uhr, Friedenskirche Arnum

Das Miteinander stärken – das Gift der Lüge erkennen

Die Friedenskirche Arnum lädt zu einem Abendgottesdienst unter dem Motto „Das Gift der Lüge – Wie Fake News unser Miteinander verändern“ ein. Teil des Gottesdienstes ist ein Gespräch zwischen Pastor i. R. Ralf Tyra mit Martina Lenk, Leiterin der journalistischen Aus- und Fortbildung der ARD.ZDF medienakademie.

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bis zum 15. September, bundesweit

Jetzt noch Programmideen für den Kirchentag einreichen

Der Kirchentag 2027 in Düsseldorf (5. bis 9. Mai) lebt von Menschen, die mitmachen, eigene Ideen einbringen und das Programm mitgestalten. Für viele Mitwirkungsbereiche läuft die Bewerbungsphase nur noch bis zum 15. September 2026. Ob Workshop, Live-Podcast, Gottesdienst, Kulturbeitrag, Angebot für junge Menschen, Kinder und Familien, ein Stand auf dem Markt der Möglichkeiten oder ein Beitrag zum Abend der Begegnung – jetzt noch schnell anmelden!

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Anmeldung bis 6. September

Blockflötenseminar im Michaeliskloster Hildesheim

In diesem Seminar erarbeiten die Teilnehmenden Blockflöten-Literatur von der Renaissance bis heute. Im Plenum und in kleineren Gruppen ist das Ziel, die eigene Spielfähigkeit zu erweitern. Außerdem werden Wege zur Stückvermittlung kennengelernt. Angela Hug und Joachim Arndt, die seit vielen Jahren Blockflöte, Alte Musik und Kammermusik im Profi- und Amateurbereich unterrichten, stehen den Teilnehmenden zur Seite. Die Kursgebühr beträgt 298 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung.

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