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18. August 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Mehr Beratungsbedarf zur Verweigerung

Der Start des neuen Wehrdienstes bringt junge Menschen vermehrt dazu, Beratung zum Dienst an der Waffe und einer Kriegsdienstverweigerung zu suchen. Fast alle der 20 evangelischen Landeskirchen berichten von einer steigenden Nachfrage im laufenden Jahr und einem Ausbau des Angebots, auch die Landeskirche Hannovers. „Die Beratung erfolgt kostenlos, ergebnisoffen, vertraulich und bedürfnisorientiert“, sagt Felix Paul, Friedensbeauftragter der hannoverschen Landeskirche.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zur Evangelischen Erwachsenenbildung...

...an Dr. Claudia Andrews. Die Wuppertaler Pfarrerin hat zum 1. August 2026 die Leitung und Geschäftsführung der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Niedersachsen übernommen.

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Frau Andrews, die Evangelische Erwachsenenbildung Niedersachsen ist mit der Geschäftsstelle in Hannover und neun Regionalstellen flächendeckend in Niedersachsen vertreten. Warum betreibt die Kirche so eine Einrichtung?

Claudia Andrews: Kirche und Bildungsangebote gehören untrennbar zusammen: Die Kirchen haben den Auftrag davon zu erzählen und Interesse dafür zu wecken, was die Bestimmung der Menschen im Sinne Gottes ist. Es geht unter anderem um die Vermittlung von Freude am Entdecken der eigenen Persönlichkeit, eigener Urteilsfähigkeit sowie an verantwortlichen Gestaltungsmöglichkeiten im gesellschaftlichen Miteinander. Kirchen sind daher Träger von Kindertagesstätten, Schulen, Fach- und Hochschulen sowie der Erwachsenenbildung und begleiten die Bildungsbiografien von Menschen ein Leben lang. Mit der Trägerschaft von Bildungseinrichtungen nehmen die Kirchen Verantwortung in der Gesellschaft wahr.

Wie viele Menschen erreichen Sie mit Ihren Angeboten?

Andrews: Mit den von der EEB verantworteten Bildungsangeboten werden jährlich insgesamt rund 50.000 Teilnahmen erfasst. Dahinter steht eine große Bandbreite an Formaten: von Tagesveranstaltungen und Seminaren über regelmäßig stattfindende Kurse bis hin zu Zertifikatskursen und digitalen Angeboten. Nicht alle Veranstaltungen organisieren wir selbst. Ein wichtiger Teil unserer Bildungsarbeit entsteht gemeinsam mit unseren vielen Kooperationspartnerinnen und -partnern vor Ort, deren Arbeit wir pädagogisch und organisatorisch begleiten und in die öffentlich geförderte Erwachsenenbildung einbringen. Die Zahl 50.000 zeigt deshalb auch, wie breit die EEB in Niedersachsen verankert ist und auf wie unterschiedlichen Wegen wir Menschen mit Erwachsenenbildung erreichen.

Welche Themen werden am häufigsten nachgefragt?

Andrews: Unsere Themen sind sehr breit gefächert. Wenn wir auf den Anteil der Unterrichtsstunden schauen, bilden derzeit die Bereiche Sprachen und Integration sowie Familie, Generationen und Lebensformen besonders große Schwerpunkte unserer Arbeit. Auch Arbeit, Beruf und Ehrenamt sowie Gesundheit nehmen einen großen Raum ein. Darin zeigt sich sehr gut unser Verständnis lebensbegleitender Bildung: Wir begleiten Menschen dort, wo sie sich persönlich, beruflich oder gesellschaftlich weiterentwickeln wollen und mit Veränderungen umgehen müssen. Gleichzeitig sagen die reinen Zahlen nicht alles über die Bedeutung einzelner Themen aus. Auch Religion, Kirche und Ethik, Kultur, politische Bildung sowie der Bereich Grundbildung gehören wesentlich zum Profil der EEB.

Schaufenster

Beethovens „Pastorale“ als inklusives Konzert

Ein inklusives Konzertprojekt in der hannoverschen Marktkirche will Beethovens sechste Sinfonie, die „Pastorale“, als Symbol für Hoffnung und Neuanfang in Szene setzen. Rund 80 Mitwirkende, darunter Geflüchtete sowie Menschen mit Behinderungen und Gewalterfahrung, gestalten am 26. und 27. September eine Aufführung, die Flucht, Ausgrenzung und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit thematisiert.

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Brot für die Welt: Wer möchte neues Kita-Material testen?

Die Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ sucht 32 Kindertagesstätten, die Teil einer Pilotphase werden und neue Kitamaterialien testen möchten. Als Dankeschön erhalten alle teilnehmenden Einrichtungen ein kostenfreies Materialset nach Fertigstellung. Interessierte können gemeinsam mit Kindern Themen des Globalen Lernens wie Klima und Umwelt, Ernährung und Fairer Handel entdecken. Anmeldeschluss ist der 4. September 2026.

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Landeswettbewerb Evangelische Religion: „Werte!“

Der Landeswettbewerb Evangelische Religion des RPI Loccum geht in die nächste Runde. Im Schuljahr 2026/27 steht das Thema „Werte!“ im Mittelpunkt. Für Lehrkräfte an Schulen mit Oberstufe bietet der Wettbewerb die Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum an einer eigenen Fragestellung arbeiten zu lassen. Sie lernen dabei, intensiv zu recherchieren, unterschiedliche Positionen wahrzunehmen und zu einer eigenen Einschätzung zu kommen. Anmeldeschluss ist der 2. Oktober 2026. 

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

26. September bis 9. Oktober, landeskirchenweit

Orgelentdeckertage: Zweiter Anmeldeschluss am 26. August

Bei den 11. Orgelentdeckertagen laden Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker landeskirchenweit mit besonderen Konzertformaten, Orgelführungen, Workshops, musikalischen Gottesdiensten und Offenen Orgelbänken dazu ein, die Orgel und ihre Musik zu entdecken. Mitwirkende können ihre Veranstaltungen noch bis zum 26. August für das Programm anmelden.

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30. August, 17 Uhr, St.-Nicolai-Kirche Alfeld

Konzert mit lokalem Bezug: „Jazz meets Hannover Baroque“

Einen Musikgenuss, bei dem sich nicht nur Jazzliebhaber und Freunde der klassischen Musik berührt fühlen werden, sondern alle, die offene Ohren für Feines und Neues haben: das verspricht das Konzert „Jazz meets Hannover Baroque“. Das Programm besteht aus Eigenkompositionen und Arrangements der Ensemble-Mitglieder unter Bezugnahme auf Musikerpersönlichkeiten aus der Barockzeit mit der Wirkungsstätte Hannover. Der Eintritt ist frei.

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2. September, 19 bis 21 Uhr, digital

Zweiteiliges Online-Seminar: Update Kirchenentwicklung

In den evangelischen Landeskirchen ist viel im Umbruch. Auf allen Ebenen stehen wegweisende Entscheidungen an. Wohin wird sich die Kirche entwickeln? Welche Modelle werden diskutiert? Und welche Spielräume zeichnen sich ab? Mit diesem Online-Format in zwei Teilen (Teil 2 am 28. Oktober) will die Akademie Loccum ehrenamtlichen Kirchenleitenden in Kirchenvorständen, Landes- und Kreissynoden die Möglichkeit bieten, sich selbst einen Überblick zu verschaffen.

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