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11. August 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Einschulungsgeschenk für 66.300 Kinder

„Schulanfang: Klingt gut!“ – unter diesem Motto steht die diesjährige Einschulungsaktion der Landeskirche Hannovers. Rund 51.000 Kinder erhalten das „AchtKinderliederbuch“ des Chorverbandes der Evangelischen Kirche in Deutschland. Wie im Vorjahr beteiligen sich die Landeskirchen Braunschweig mit 4.100 Geschenken und Schaumburg-Lippe mit 1.200 Geschenken. Erstmals nimmt auch die Kirche in Oldenburg an der Aktion teil und verteilt 10.000 Liederbücher. Die Gesamtauflage liegt damit bei 66.300 Exemplaren.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zur Verbindung von Meditation und Religion...

...an Pastor i. R. Bernd Skowron. Skowron ist als Meditationsleiter und Beauftragter für Meditation im Kirchenkreis Lüneburg aktiv. Dort bietet er christliche Meditationskurse an.

Wie sind Sie zur Meditation gekommen und was kann sie Menschen geben?

Bernd Skowron: Meditation spielte in meiner Jugend überhaupt keine Rolle. Es gab weder in meiner Kirchengemeinde noch während meines Theologiestudiums entsprechende Angebote. Gleichzeitig hatte ich immer die Sehnsucht nach einer verlässlichen spirituellen Praxis. Vor rund 30 Jahren habe ich deshalb an einer Schweigewoche im Benediktinerpriorat Damme teilgenommen. Ehrlich gesagt war ich damals auch unsicher. Ich fragte mich: Was passiert, wenn ich still werde? Was könnte in mir auftauchen, dem ich lieber ausweiche?

Diese Sorge teilen viele Menschen, und zwar völlig zu Unrecht. Wenn wir zur Ruhe kommen, begegnen wir nicht plötzlich etwas Fremdem. Wir nehmen lediglich klarer wahr, was ohnehin in uns lebt. Im Alltag wird das oft von Arbeit, Verpflichtungen und Freizeit überdeckt. Meditation hat mir geholfen, mich mit mir selbst anzufreunden. Ich habe mehr Klarheit darüber gewonnen, was ich wirklich brauche und was nicht. Gleichzeitig ist mein Vertrauen in Gott gewachsen. Ich erlebe, dass ich nicht allein bin, sondern getragen werde.

Was unterscheidet christliche Meditation von einer säkularen Achtsamkeitspraxis?

Skowron: Ich denke dabei etwa an die Achtsamkeitspraxis nach Jon Kabat-Zinn, also MBSR – Mindfulness Based Stress Reduction. Das ist eine hervorragende Methode, gerade in belastenden Lebensphasen wieder zu sich selbst zu finden. Ich empfehle sie ausdrücklich. Christliche Meditation enthält all das, was Achtsamkeit und Stressreduktion ermöglichen. Sie geht jedoch noch einen Schritt weiter.

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen sich selbst als nicht religiös verstehen. Dadurch entsteht oft eine Art transzendentale Obdachlosigkeit: Menschen verlieren den Kontakt zu einer tieferen Dimension ihres Lebens und orientieren sich vor allem an äußeren Erfolgen oder am eigenen Ich. Christliche Meditation führt dagegen zurück in die Verbundenheit – mit Gott, mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der Schöpfung. Der frühere Fernsehpfarrer Jörg Zink hat das einmal schön formuliert: Wer sich nach innen wendet, gewinnt Kraft, sich anschließend um die Welt zu kümmern, zu heilen, zu trösten und zu lieben.

Warum können Meditation und Stille gerade heute auch für Kirche und Gesellschaft wichtig sein?

Skowron: Unsere Gesellschaft verlangt den Menschen immer mehr Eigeninitiative und Eigenverantwortung ab. Beruflich wie privat stehen viele dauerhaft unter Druck. Wir müssen mehr organisieren, mehr wissen und ständig Entscheidungen treffen. Oft laufen wir nur noch auf Autopilot. Genau hier setzt Meditation an. Sie fordert nicht noch mehr Leistung. Im Gegenteil: In der Meditation geht es darum, einfach da zu sein. Den gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Gedanken, Gefühle und Bilder kommen und dürfen da sein, ohne dass wir sofort etwas verändern müssen. Diese Erfahrung, einfach sein zu dürfen, ist für viele Menschen heute ungewohnt – und gerade deshalb so heilsam.

Neben der persönlichen Erfahrung gibt es auch eine gesellschaftliche Dimension. Wir erleben derzeit, wie Polarisierung, Hass und Spaltung zunehmen. Mit „Lüneburg geht in die Stille“ möchten wir Menschen aus ganz unterschiedlichen Traditionen zusammenbringen: christliche Meditation, buddhistische Angebote, MBSR, Yoga, Tai Chi oder Qigong. Menschen mit unterschiedlichen religiösen oder weltanschaulichen Hintergründen sitzen gemeinsam in der Stille.

Für mich ist das ein starkes gesellschaftliches Signal. Trotz aller Unterschiede verbindet uns die Sehnsucht nach Frieden, Achtsamkeit und Menschlichkeit. Genau das möchten wir sichtbar machen.

Claudia Andrews: neue Leitung der EEB

Die Wuppertaler Pfarrerin Dr. Claudia Andrews hat zum 1. August 2026 die Leitung und Geschäftsführung der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Niedersachsen übernommen. Sie folgt in diesem Amt auf Pastorin Ulrike Koertge. Vor ihrem Wechsel nach Hannover war Andrews seit 2022 als Landespfarrerin in der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig.

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Schaufenster

„Eine Orgel ist ein ganzes Orchester“

Während andere die Ferien am Badesee verbringen, zog es 20 Jugendliche auf historische Orgelbänke. In der vergangenen Woche fand das 18. Stader Jugend-Orgelforum statt. Junge Orgeltalente aus dem In- und Ausland kamen zusammen, um gemeinsam zu musizieren, voneinander zu lernen und ihr Können in Konzerten zu präsentieren.

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Schulstart kann belastend sein

Anlässlich der bevorstehenden Einschulungen fordert das Diakonische Werk mehr unkomplizierte staatliche Hilfen für Familien mit wenig Geld. „Für viele Familien ist der Schulstart neben der Vorfreude auch mit erheblichem finanziellem Druck verbunden“, sagte der Vorstandssprecher der Diakonie in Niedersachsen, Hans-Joachim Lenke. Die 195 Euro, die über das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes für das Schuljahr dafür zur Verfügung stünden, reichten vielerorts nicht aus.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

1. September, 18 bis 19.30 Uhr, Synagoge der Liberalen Jüdischen Gemeinde, Hannover

Podiumsdiskussion und Vortrag des Hanns-Lilje-Forums

Unter dem Thema „Ohne Judentum kein Islam“ kommen Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster, Dr. Rebecca Seidler, Geschäftsführerin der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, und Prof. Dr. Gerhard Wegner, Theologe und Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus, zusammen. Der Eintritt ist frei.

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4. September, bundesweit

Schöpfung feiern: "Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?"

Das Motto für den Ökumenischen Tag der Schöpfung steht fest. „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist?“ (Hiob 38,18) ruft als herausfordernde Frage in Erinnerung, dass die Schöpfung nicht dem Menschen gehört. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland bietet kostenlose Materialien und Anregungen für Gottesdienste und Aktionen in Gemeinden und Gruppen vor Ort.

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14. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, digital

Frag doch mal – Online-Dialoge zu aktuellen Glaubensfragen

Was geschieht, wenn wir miteinander reden, ohne die eigene Wahrheit über die des Gegenübers zu stellen? Transreligiöser Dialog eröffnet einen Raum für Gespräche über Glauben, Zweifel und Sinn. Dazu lädt die Evangelische Akademie zu Berlin ein. Die Online-Dialoge zu Glaubensfragen sind kostenlos: Eine Anmeldung ist erforderlich, da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist.

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