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30. Juni 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Hitzewelle trifft Herzenswärme

An insgesamt 370 Feierorten in ganz Deutschland haben sich am vergangenen Wochenende viele Paare bei der bundesweiten Aktion #einfachheiraten segnen oder kirchlich trauen lassen. Nach ersten Hochrechnungen haben insgesamt weit mehr als 5.000 Paare Gottes Segen für ihre Liebe zugesprochen bekommen – mehr als ein Viertel davon in der Landeskirche Hannovers.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zur Premiere im Kloster Amelungsborn...

...an Christiane Nadjé-Wirth. Seit Anfang Juni ist die Superintendentin des Kirchenkreises Holzminden-Bodenwerder die erste Priorin des ehemaligen Zisterzienserklosters im Landkreis Holzminden. Künftig vertritt sie Abt Dr. Stephan Schaede.

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Frau Nadjé-Wirth, welcher Moment Ihrer Einführung als Priorin ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben – und warum?

Christiane Nadjé-Wirth: Ich wurde im Rahmen des Mittagsgebets, also eines der klassischen Stundengebete, eingeführt, was ich sehr stimmig finde – kein extra Gottesdienst, kein extra Aufwand, sondern das, was immer wieder die klösterliche Gemeinschaft trägt.

Seit 2021 gehören erstmals Frauen dem Konvent von Amelungsborn an. Welche Bedeutung hat diese Öffnung heute für das Miteinander im Konvent?

Nadjé-Wirth: Die Änderung in der Klosterverfassung 2021 war das Ankommen im 21. Jahrhundert. Und gleichzeitig nur folgerichtig. Das Kloster Amelungsborn ist für Männer und Frauen ein wichtiger Ort. Besonders für die beiden geistlichen Gemeinschaften, die in Amelungsborn entstanden sind und sich dort regelmäßig treffen: die Familiaritas als eine Gemeinschaft von Brüdern und der ökumenische Frauenkreis als eine Gemeinschaft von Schwestern. Der Konvent hat auch die Aufgabe, den Rahmen zu setzen, zur Erhaltung des Klosters beizutragen, mitzuhelfen, es in die Zukunft zu entwickeln. Da braucht es verschiedene Gaben und Kompetenzen, die aber ja nicht vom Geschlecht abhängen. Ich bin sehr froh, dass wir mittlerweile vier, ab dem Sommer fünf Frauen im Konvent haben. Damit ist auch die Anmutung des ‚Exotischen‘ vom Tisch. 

Als Priorin vertreten Sie den Abt und übernehmen Aufgaben, die er Ihnen nach Rücksprache mit dem Konvent überträgt. Welche konkreten Aufgaben werden Sie wahrnehmen und wo sehen Sie dabei eigenen Gestaltungsspielraum?

Nadjé-Wirth: Wir werden das je und je entscheiden, wer gerade wo präsent sein kann. Ich werde vermutlich häufiger bei Veranstaltungen wie zum Beispiel Konzerten hier vor Ort sein, weil ich in der Nähe wohne. Dann habe ich die Begleitung der ehrenamtlichen Gruppe übernommen, die den Kräutergarten pflegt. Auch zur Kirchenpädagogik, die in Kooperation mit dem Campe-Gymnasium stattfindet, werde ich den Kontakt halten. Wir wollen verstärkt ab dem nächsten Jahr eigene Bildungsangebote im Kloster gestalten, auch da werde ich mich einbringen. Bei manchen Aufgaben ist es auch gut, wenn der Abt und ich gemeinsam am Tisch sitzen. So werden wir weiterhin beide an Gesprächen im sogenannten „Runden Tisch Amelungsborn“ der Landeskirche teilnehmen, wo Zukunftsszenarien für das Kloster besprochen werden.

Die möglichen Zukunftsperspektiven des Klosters Amelungsborn standen auch auf der Agenda der II. Tagung der 27. Landesynode. Mehr dazu lesen Sie im dazugehörigen Synodenbericht.

Schaufenster

Bammel ist Bischöfin in Braunschweig

Zum ersten Mal steht eine Frau an der Spitze der Landeskirche in Braunschweig: Die neue Landesbischöfin Christina-Maria Bammel sei in ihrem öffentlichen Wort klar und manchmal auch kämpferisch, konfliktbereit und leidenschaftlich in der Suche nach einem Kompromiss, sagte Ralf Meister, Landesbischof der Landeskirche Hannovers.

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Blickwechselpreis 2026 verliehen

Der Verein „Begegnung – Christen und Juden Niedersachsen“ hat gestern den Blickwechselpreis 2026 an Prof. Dr. Klaus Wengst für sein langjähriges Engagement im christlich-jüdischen Dialog verliehen. Klaus Wengst hat sich dafür eingesetzt, antijüdische Lesarten des Neuen Testaments zu überwinden und die bleibende Bedeutung Israels für die christliche Theologie herauszuarbeiten. 

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Hanns-Lilje-Stiftung: Neu im Kuratorium

Die Kunstpädagogin und Abteilungsleiterin im Sprengel Museum in Hannover, Kristina Sinn, ist neu ins Kuratorium der evangelischen Hanns-Lilje-Stiftung mit Sitz in Hannover berufen worden. Sie löst dort turnusmäßig den Historiker Thomas Schwark ab. Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert den Dialog von Kirche, Kunst, Politik und Wissenschaft.

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Heinemann erhält Verdienstplakette

Der frühere Stadtsuperintendent von Hannover, Hans-Martin Heinemann, ist mit der Verdienstplakette der Landeshauptstadt geehrt worden. Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay überreichte ihm und anderen Personen die Auszeichnung bei einem Festakt im Neuen Rathaus.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

1. Juli, 19.30 Uhr, Gospelkirche Hannover

Gemeinsam die Schöpfung besingen: Schnupperprobe

Dirigent Jan Meyer lädt interessierte und singbegeisterte Menschen zum offenen Singen mit Songs aus dem Chormusical „Judith und das Wunder der Schöpfung“ ein. Die Teilnahme an der Schnupperprobe ist kostenfrei und unverbindlich. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Voranmeldung gebeten.

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Bewerbungsschluss am 31. August

Förderung für Kulturarbeit in Kirchen beantragen

Die Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung fördern wieder kirchliche Kulturarbeit mit bis zu 8.000 Euro je Projekt – und das in zwei Kategorien: Zum einen geht es um Vorhaben, die der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst und Kultur dienen, zum anderen werden niedrigschwellige kulturelle Angebote zur Vernetzung, besonders im ländlichen Raum, unterstützt.

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ab 16. September, 18.30 bis 20.30 Uhr, digital

„Will ich ein Kind?“ – Reihe „Maybe Baby“ startet

Mutter- und Elternschaft sind heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein bewusster Aushandlungsprozess. Das neue Kooperationsprojekt „Maybe Baby“ bietet ab September professionell begleitete Seminare und Online-Workshops. Es schafft einen geschützten, ergebnisoffenen Raum, um sich ganz ohne Druck mit der Kinderfrage zu beschäftigen. Die Auftaktveranstaltung beschäftigt sich mit dem Mutterbild der heutigen Zeit.

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