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Drei Tage voller Musik, Gespräche und Begegnungen zwischen Altstadt, Deich und Fluss – das will der Elbekirchentag in Otterndorf unter dem Motto „Mee(h)r Blau-Töne“ bieten. Was steckt hinter dem Motto?
Andreas Schoener: Dieses Motto bezieht sich auf das Element Wasser und die Farben der Elbe. Es reicht vom tiefblauen Himmel über das schimmernde Flusswasser bis zu den blauen Tönen in Musik und Atmosphäre. Es geht um Vielfalt: Blau symbolisiert Wasser, Glauben, Hoffnung und die verschiedenen „Töne“ in Musik, Gesprächen und Begegnungen. Der Elbekirchentag möchte ein Fest sein für die Sinne, die Seele und den Verstand, mit einem maritimen Flair zwischen Deich, Altstadt und Fluss.
Der Elbekirchentag überwindet Kirchen- und Landesgrenzen, das verbindende Element ist der Fluss. Das Fest fand seit 2008 schon in Städten und Regionen wie Hamburg, Magdeburg, Bleckede und Pirna statt. Otterndorf ist der 13. Gastgeber – was sind Ihre Besonderheiten?
Schoener: Otterndorf bringt die typische Nordsee-Atmosphäre mit der Enge zwischen Deich, Fluss und Altstadt. Das macht den Ort so besonders und beliebt. Ein Highlight ist die „Seebühne“ am Deich, wo Musik und Gottesdienste mit Blick auf die Elbe stattfinden werden. Auch die MS „Onkel Heinz“, ein offenes Schiff, bietet Lesungen, Gespräche und Musik an. Außerdem gibt es Spiele und Aktionen für Kinder und Jugendliche – für jede Altersgruppe ist etwas dabei. Die „Blaue Tafel“ verwandelt die gesamte Altstadt dann am Samstagabend in einen langen Tisch der Begegnung mit regionalen Köstlichkeiten. Das ist für uns ein herausragendes Ereignis, zumal auch Landesbischof Ralf Meister dabei sein wird. Er wird die Tischrede halten und das Tischgebet sprechen.
Mit wie vielen Menschen rechnen Sie und auf welchen Programmpunkt freuen Sie sich besonders?
Schoener: Wir erwarten etliche hundert bis weit mehr als tausend Menschen über das Wochenende. Sei es aus den Kirchengemeinden unseres Kirchenkreises Cuxhaven-Hadeln, aus den benachbarten Kirchenkreisen Wesermünde und Bremerhaven oder aus entfernt gelegenen Regionen, bis hin nach Stade. Unser Publikum wird vielfältig sein. So wie Kirche auch ist. Und das ist gut so. Besonders freue ich mich auf die „Blaue Tafel“ am Samstagabend. Dort essen Mitglieder aus den Kirchengemeinden sowie Anwohner und Gäste aus nah und fern gemeinsam an langen Tischen und kommen miteinander ins Gespräch. Das ist ein echtes Beispiel für gelebte Gemeinschaft und für die Offenheit unserer Kirche.
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