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Herr Schöneweiß, das seit Anfang Mai laufende Mitsingfestival steht unter dem Motto „Wer singt, blüht auf!“. Was genau kann dabei in Menschen aufblühen?
Kai Schöneweiß: Singen schafft immer ein Gruppenerlebnis. Auch wenn ich niemanden kenne, kann ich doch über das gemeinsame Singen eine Verbindung aufbauen. In diesem Erlebnis kann dann ganz viel in einem aufblühen. Ich habe bei mir selbst schon erlebt, dass sich die Stimmung verändert oder dass man zur Ruhe kommt.
Sie sagen von sich: „Wo ich bin, da ist Musik“ – wie prägt das Ihre Idee vom Mitsingfestival?
Schöneweiß: Ich finde, das Mitsingfestival ist eine gute Gelegenheit, an vielen Orten niedrigschwellige Angebote zum Mitsingen zu schaffen. Die Idee von Vision Kirchenmusik als Initiatoren ist, dass bei allen Veranstaltungen auch immer alle Teilnehmenden gemeinsam singen. Somit gilt dieser Satz während des Mitsingfestivals für alle. Meine Erfahrung ist, dass man in dem, was man anbietet, authentisch sein muss. Wenn ich von einer Sache oder von einem Stück Musik überzeugt bin, dann kann ich es auch schaffen, den Funken auf die Mitwirkenden überspringen zu lassen.
Kann das Festival dazu beitragen, Kirche wieder stärker als „singende Gemeinschaft“ erlebbar zu machen?
Schöneweiß: Wenn wir es schaffen, dass viele Menschen gemeinsam Musik machen und eine gute Zeit haben, dann haben wir viel erreicht. Ich bin mir sicher, dass sich die Teilnehmenden als singende Gemeinschaft wahrnehmen werden. Dann liegt es an den Akteurinnen und Akteuren vor Ort, diesen Spirit aufzugreifen und weiterzutragen.
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