12. Mai 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers
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TOPTHEMA
Claas Cordemann ist neuer Regionalbischof
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Führungswechsel im Sprengel Hildesheim-Göttingen: Claas Cordemann ist am Sonntag in sein neues Amt als Regionalbischof eingeführt worden. Landesbischof Ralf Meister würdigte Cordemann beim Festgottesdienst in der Hildesheimer Michaeliskirche als „wissbegierigen, klugen Theologen“, der sich mit Neugier theologischen Fragen widme und zugleich stets nahe bei den Menschen bleibe.
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GEFRAGT
Drei Fragen zu Christi Himmelfahrt und Vatertag...
...an Pastor Dr. Wolfgang Reinbold. Der Theologe ist Beauftragter für Interreligiösen Dialog in der Evangelischen Agentur.
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Herr Dr. Reinbold, Christi Himmelfahrt ist ein christlicher Feiertag, Vatertag ein weltlicher Brauch. Warum fällt beides in Deutschland auf denselben Tag?
Dr. Wolfgang Reinbold: Das scheint eine deutsche Spezialität zu sein. Einen Vatertag gibt es zwar in vielen Ländern. Allerdings wird er dort nicht zu Christi Himmelfahrt gefeiert, sondern an anderen Tagen. In der Schweiz feiern die Menschen den Vatertag am ersten Sonntag im Juni, in Österreich am zweiten, in vielen anderen Ländern am dritten. So geht es weiter, fast das ganze Jahr hindurch, bis hinein in den November und sogar den Dezember. Die Idee ist überall gleich: Wenn die Mütter einen Muttertag haben, sollen die Väter auch einen Vatertag haben.
Und woher kommt diese deutsche Termingleichheit?
Reinbold: Das hängt mit den früher üblichen Himmelfahrtsprozessionen zusammen. Dabei ging eine christliche Festgesellschaft nach draußen und zog durch die Stadt oder über Land, ähnlich wie es in manchen katholischen Gegenden bis heute beim Fronleichnamsfest üblich ist. Dieser Brauch scheint dann vor etwa 100 Jahren von einigen Herren an ihre Bedürfnisse angepasst worden zu sein. In Berlin entstand damals die sogenannte „Berliner Herrenpartie“, bei der Männer mit Bier und Gesang in Gruppen aufs Land zogen. Dieser Brauch verbreitete sich vermutlich von der Hauptstadt aus im ganzen Land.
Auch der Vatertag ist also christlichen Ursprungs?
Reinbold: So ist das mit religiösen Bräuchen. Sie verändern sich ständig, und oft produzieren sie Formen, die mit dem ursprünglichen Inhalt wenig oder auch gar nichts mehr zu tun haben, siehe etwa den Karneval, das buddhistische Holi-Fest oder den Osterhasen. Beispiele für eine Entwicklung in die umgekehrte Richtung gibt es auch, allerdings viel seltener. Das beste Beispiel, das mir einfällt, sind die Kirchenlieder. Einige von ihnen waren vorher große weltliche Hits, ohne jeden religiösen Bezug.
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Schaufenster
Hanns-Lilje-Forum über Dienstpflicht
Wie kann sichergestellt werden, dass sich genügend junge Leute für einen Dienst in der Bundeswehr melden? Darum ging es beim gestrigen Hanns-Lilje-Forum. Der Verfassungsrechtler Andreas Paulus sieht für eine allgemeine Dienstpflicht, die für alle jungen Frauen und Männer gelte und auch soziale Dienste einschließe, hohe Hürden. Landesbischof Ralf Meister hingegen plädiert für eine solche Pflicht. Es könne erwartet werden, „dass ein Mensch sich für den Erhalt und die Sicherung der Gemeinschaft einsetzt, deren Teil er ist.“
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Kulturerbe-Siegel für Kloster Loccum
Landesbischof Ralf Meister und Bürgermeister Martin Franke (Stadt Rehburg-Loccum) haben gemeinsam mit dem Ersten Kreisrat Lutz Hoffmann am Sonnabend offiziell das Europäische Kulturerbe-Siegel am früheren Zisterzienser-Kloster Loccum bei Nienburg enthüllt. Mit der Veranstaltung wurde die bereits vor zwei Jahren verliehene Auszeichnung jetzt öffentlich gewürdigt.
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Seelsorge und assistierter Suizid
Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) will Seelsorgerinnen und Seelsorgern Hilfe bei der Begleitung von Menschen geben, die den Wunsch nach einem assistierten Suizid äußern. Die Veröffentlichung mit dem Titel „Seelsorge und assistierter Suizid“ stelle keine ethischen Positionen oder Handlungsvorgaben ins Zentrum, sondern soll helfen, eine eigene Haltung zu entwickeln und Gespräche sensibel zu führen.
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Fundraising in den Kirchenkreisen
„Spenden sammeln – so lässt sich der Begriff Fundraising übersetzen, und doch damit nicht komplett fassen. Es ist Beziehungsarbeit“, sagt Marcus Dohm, in der Evangelischen Agentur Teamleiter Fundraising. In jedem Kirchenkreis soll es eine Ansprechperson für Fundraising geben, so lautet das Ziel der Landessynode. 2,8 Millionen Euro stehen über drei Jahre bereit, um vor allem mehr Stellen zu schaffen oder vorhandene aufzustocken. Auch Ausbildungskurse gibt es – im Juni startet ein neuer.
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TERMINE
IM KALENDER VORMERKEN
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Himmelfahrt, 14. Mai, landeskirchenweit
Mitsing-Festival: Singen unter freiem Himmel
Am Himmelfahrtstag werden vielerorts Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert. Im Rahmen des Mitsingfestivals „Wer singt, blüht auf!“ gibt es darüber hinaus in der ganzen Landeskirche Mitsing-Gottesdienste, Offene Singen und Workshops, zum Beispiel in den Herrenhäuser Gärten, im Stadtpark Burgdorf oder auf dem Historischen Markt Osnabrück.
Zum Programm
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14.+24. Mai, jeweils 13.30+15.30 Uhr, Landesgartenschau Bad Nenndorf
Frühlingssingen für die Familie mit Fritz Baltruweit
Gleich mehrfach ist Fritz Baltruweit im Kirchenzelt auf der Landesgartenschau zu Gast und bietet Frühlingssingen für die ganze Familie an. Bei Liedern wie „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Dat du min Leevsten büst“, „Jeder Mensch braucht einen Engel“ oder „Hallelujah“ von Leonard Cohen dürfen alle mitsingen.
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22. Mai, 18 Uhr, Marktkirche Hannover
Gottesdienst am Vorabend des CSD Hannover
Die Queer-sensible Seelsorge der hannoverschen Landeskirche lädt erstmalig zu einem besonderen Gottesdienst am Vorabend des Christopher Street Day (CSD) ein. Mit der Veranstaltung unter dem Motto „Mehr Himmel auf Erden“ soll ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Respekt und die uneingeschränkte Würde jedes Menschen gesetzt werden.
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