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Herr Dippel, am Samstag beginnt das erste landeskirchenweite Mitsingfestival. Hätten Sie sich träumen lassen, dass es am Ende rund 360 Veranstaltungen werden?
Benjamin Dippel: Das ist einfach großartig! Mich begeistert sehr, wie viele Menschen sich von der Idee haben anstecken lassen. Mehr als 360 Veranstaltungen, über 8.000 Musizierende, an so vielen Orten und in nur 24 Tagen werden circa 30.000 Menschen miteinander singen – das zeigt, welche Kraft im gemeinsamen Singen steckt. Besonders beeindruckend ist für mich das Zusammenspiel vor Ort: Haupt- und nebenberufliche Kirchenmusikerinnen und -musiker, Pastorinnen und Pastoren, Diakoninnen und Diakone sowie zahlreiche Ehrenamtliche gestalten gemeinsam dieses Festival. So zeigen wir das, was weit über die einzelnen Veranstaltungen hinausgeht: Wir sind die klingende und singende Landeskirche Hannovers.
Bei welchem Angebot dachten Sie: Klasse Idee, hätte von mir sein können?
Dippel: Die Vielfalt der Ideen ist so inspirierend, dass man sie gar nicht gegeneinander aufrechnen möchte. Überall zeigt sich eine große kreative Energie mit Formaten, die überraschen und Lust machen dabei zu sein. Neben klassischen Mitsingangeboten gibt es eben auch „Hordenträllern“, „Afterwork“-Singen oder Formate wie „Swingen und Singen“. Verschiedene Mitsing-Ideen entstehen vor Ort und tragen ihre eigene Handschrift. Genau diese Mischung macht den Reiz aus.
Sie gehören zu den Profisängern, die sich für ein privates Sofasingen „verlosen“ lassen. Unabhängig davon: In wessen Wohnzimmer würden Sie gern einmal singen?
Dippel: Am liebsten bei Menschen, die man vielleicht noch nicht kennt – gerne jenseits der üblichen kirchlichen Wege. Mich reizt diese unmittelbare Begegnung: Gemeinsam singen, ins Gespräch kommen, Musik teilen. Dass ich in einer von drei Festivalregionen „zu gewinnen“ bin, freut mich besonders, weil mich mit diesen Regionen persönliche Lebensstationen verbinden. Ich mag die Menschen dort und ihre Mentalität. Und wenn es Ostfriesland werden sollte, dann singen wir bestimmt auch ein paar Lieder „up Platt“.
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