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14. April 2026 | Newsletter der Landeskirche Hannovers

TOPTHEMA

Gottes Segen weitergeben

Als sie vor 26 Jahren Gottes Segen für ihre Ehe zugesprochen bekommen haben, „war das wie ein magischer Moment“, sagt Sabine Muthmann, die mit ihrem Mann Robert in der Region Hannover lebt. „Für mich ist dieser Segen ein Dach und ein Schutz für das gemeinsame Leben.“ Heute helfen die beiden in ihrer Kirchengemeinde, den Segen weiterzugeben – etwa bei Aktionen wie „einfach heiraten“.

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WOCHENSPRUCH

GEFRAGT

Drei Fragen zu Kirche und Ganztag...

...an Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Leiterin der Bildungsabteilung im Landeskirchenamt. Ab Sommer 2026 haben Grundschulkinder das Recht darauf, auch nachmittags und in den Ferien kostenlos betreut zu werden.

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Warum sollte sich die Kirche im schulischen Ganztag engagieren?

Kerstin Gäfgen-Track: Schon jetzt sind mehr als 70 Prozent aller Schulen, auch aller Grundschulen, Ganztagsschulen. Diese Zahlen werden noch steigen, weil nun alle Kinder in der Grundschule, zunächst beginnend mit Klasse 1, das Recht auf eine vom Staat organisierte Betreuung haben. Das gilt nicht nur für alle Nachmittage in der Schulzeit, sondern auch – und das wird oft vergessen – für die Schulferien. Schule wird immer stärker zum „Lebens- und Lernort“. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, dass die Kirche dazu einen Beitrag leistet: damit Kinder diese Zeit für sich selbst als bedeutsam erleben, gute Erfahrungen machen und die Möglichkeit haben, sich mit Fragen des Lebens und des Glaubens auseinanderzusetzen. Gerade junge Menschen interessieren sich für religiöse Themen, suchen nach Orientierung für ihr Leben. Hier können wir gute Angebote machen, weil wir gut ausgebildete Menschen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben. Kinder und Jugendliche sind in der Schule – da sollten wir auch präsent sein.

Schulen sind weltanschaulich neutral. Könnten Angebote der Kirchen gerade in der heutigen Zeit mit immer weniger Mitgliedern nicht als übergriffig empfunden werden?

Gäfgen-Track: Man liest immer wieder, dass Schulen „weltanschaulich neutral“ seien. Eigentlich müsste der Satz aber etwas anders lauten: Der Staat muss weltanschauliche Neutralität wahren, um das friedliche Miteinander verschiedener Religionen zu gewährleisten. Da gehe ich natürlich mit. Es ist zudem ein weit verbreitetes und sehr hartnäckiges Vorurteil, dass kirchliche Aktivitäten ausschließlich auf Mitgliedergewinnung zielen. Das stimmt so auch nicht. Wenn wir uns am Ganztag beteiligen, geht es uns nicht um Mission – sondern darum, mit Kindern und Jugendlichen über das ins Gespräch zu kommen, was sie bewegt, worauf sie hoffen und was ihre Welt im Innersten zusammenhält. Ja, wir tun das als Christinnen und Christen und stehen damit ein für das, was wir glauben. Aber wir wollen niemanden überwältigen! Die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen im Ganztag ist grundsätzlich freiwillig, sodass Kinder immer auch die Wahl haben zwischen einem kirchlichen und einem anderen Angebot. Bei dem, was wir als Kirche anbieten, wird deutlich, wofür wir stehen: eine lebendige und bunte Gemeinschaft, in der jeder angenommen ist, so wie die Person ist. Damit leisten wir selbst einen entscheidenden Beitrag zum friedlichen Miteinander der verschiedenen Religionen.

Was wird dann aus den bisherigen kirchlichen Angeboten, die ja auch teilweise am Nachmittag stattfinden?

Gäfgen-Track: Es wird nicht so sein, dass zukünftig alle Kinder am schulischen Ganztag teilnehmen – manche vielleicht gar nicht, manche nur an bestimmten Tagen. Bestimmt gibt es hier auch Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen oder zwischen Stadt und Land. Für uns heißt das: vor Ort gut zu überlegen, was gebraucht wird und welche Angebote welche Kinder auf welche Weise erreichen können. Die Absprachen zwischen den verschiedenen kirchlichen Akteurinnen und Akteuren, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, werden sicherlich noch wichtiger als vorher. Ausschlaggebend ist zukünftig nicht mehr so sehr die Frage, für wen ich eigentlich genau zuständig bin, sondern umgekehrt zu überlegen, wie wir kirchlicherseits dafür sorgen können, dass wir allen Kindern attraktive, spannende und hochwertige religiöse Bildungsangebote zur Verfügung stellen – im schulischen Ganztag, außerhalb des Ganztags oder als Ferienangebote.

An drei digitalen Info-Treffen zur kirchlichen Beteiligung am Ganztag besteht die Möglichkeit zu Information und Austausch: 28. April (9 bis 10 Uhr), 6. Mai (16 bis 18 Uhr – geänderte Uhrzeit) und 17. Juni (16.30 bis 18.30 Uhr).

Schaufenster

Geschenk zum Schulanfang

„Schulanfang: Klingt gut!“ ist das Motto der diesjährigen Schulanfangsaktion. Die Kinder erhalten den Sonderdruck eines Kinderliederbuchs mit Wimmelbildposter, das vom Chorverband der Evangelischen Kirche in Deutschland entwickelt wurde. Passend zu Motto und Geschenk stehen Vorlagen für Einladungspostkarten, Plakate und für Gemeindebriefe sowie Gottesdienst-Bausteine zum Download bereit. Bis zum 15. Mai 2026 sind die Geschenke kostenlos bestellbar (solange der Vorrat reicht).

Zur Bestellung

Pfingsten: Fest der Verständigung

Im Rahmen der Aktion #VerständigungsOrte sind Gemeinden eingeladen, Pfingsten als Fest der Verständigung zu feiern. Auf der Website der Initiatoren EKD, Diakonie und midi finden sich unter anderem Gottesdienstentwürfe und Werbematerialien. Kirche und Diakonie leisten damit einen Beitrag zu den bundesweiten Aktionstagen „Zusammen für Demokratie – Zukunft für alle“.

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Förderung von kirchlicher Kultur

Die Landeskirche Hannovers und die Hanns-Lilje-Stiftung fördern wieder kirchliche Kulturarbeit mit bis zu 8.000 Euro je Projekt – und das in zwei Kategorien: Zum einen geht es um Vorhaben, die der Begegnung mit zeitgenössischer Kunst und Kultur dienen, zum anderen werden niedrigschwellige kulturelle Angebote zur Vernetzung, besonders im ländlichen Raum, unterstützt. Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen können sich bis zum 31. August 2026 bewerben.

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TERMINE

IM KALENDER VORMERKEN

16. April, 18 Uhr, Klosterkirche Marienwerder 

„Farben der Hoffnung“: Margot Käßmann liest

Das Kloster Marienwerder lädt zu einer Lesung mit Margot Käßmann ein. In ihrem neuen Buch „Farben der Hoffnung“ beschäftigt sie sich aus biblischer und theologischer Sicht, aber auch ganz persönlich, mit der Frage, wie man sich in einer Zeit voller Krisen die Hoffnung bewahren kann. Reservierung per Telefon unter 0511-279465991 oder per Mail: info@kloster-marienwerder.de.

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22. April, 12.30 bis 13.30 Uhr, online 

Die Toolbox „Mitglieder im Blick“ kennenlernen

Im Juni 2025 hat die Arbeitsstelle midi die EKD-Mitgliedertypologie „Wie ticken Evangelische?“ vorgestellt und gefragt, was ihre Erkenntnisse für die kirchliche Praxis bedeuten können. Am 25. März 2026 ging dazu eine „Toolbox“ mit Materialien und Werkzeugen online. In einer digitalen Veranstaltung können Interessierte sie erkunden.

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9. Mai, 10 bis 16 Uhr, Evangelische Agentur, Hannover

Fachtag für aufsuchende Gemeindearbeit

Unter dem Titel „Besuchsdienst live und in Farbe“ lädt die Evangelische Agentur in Kooperation mit der EEB zu einem landeskirchlichen Fachtag für aufsuchende Gemeindearbeit ein. Er ist gedacht als Tag der Wertschätzung für Ehrenamtliche in der aufsuchenden Gemeindearbeit, der vielfältige Interessen ansprechen soll und Workshops zu Themen der Besuchsarbeit anbietet.

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ÜBERRASCHUNGSLINK

Überraschung

ZAHL DER WOCHE

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